Eigen- und Fremdüberwachung

Grundsätzlich wird in Eigen- und Fremdüberwachung unterschieden.

Die vom Hersteller durchzuführende Eigenüberwachung ist exakt vorgeschrieben und wird zusätzlich durch ein fremdüberwachendes, externes Institut kontrolliert. Jeder Hersteller, der sich um das RAL-Gütezeichen bewirbt, hat nicht nur sein Mehrscheiben-Isolierglas, sondern auch die Fertigung und die Auswahl der Roh- und Hilfsstoffe diesen Kontrollen zu unterziehen.

 

Mit der Antragstellung zur Verleihung des RAL-Gütezeichens bei einem externen Prüfinstitut wird die Systembeschreibung gemäß Güte- und Prüfbestimmungen erstellt, die sich bezieht auf

  • Abstandhalter
  • Glas
  • Dichtstoffe
  • Randabdichtung
  • Toleranzen
  • Gasfüllung
  • Trocknungsmittel
  • Fertigprodukt

 

Jede gütegesicherte Isolierglas-Einheit eines Produzenten muss dieser Systembeschreibung entsprechen.

 

Es versteht sich von selbst, dass alle verwendeten Materialien einen hohen Standard aufweisen. Bevor das RAL-Gütezeichen erteilt wird, unterwirft ein unabhängiges Prüfinstitut das Isolierglas einem simulierten Langzeittest. Durch Messung der Taupunkttemperatur zu Beginn und am Ende der Prüfung können Rückschlüsse auf die zu erwartende Lebensdauer und somit auf die Qualität des Elementes gezogen werden.

 

Ständige Fremdüberwachung

Darüber hinaus werden durch das überwachende Institut zweimal jährlich unangemeldet Stichproben aus der laufenden Fertigung entnommen und im Institut überprüft.

 

Entsprechen diese Stichproben nicht den gesetzten Anforderungen, erfolgt eine Wiederholung der gesamten Systemprüfung. Wird auch diese nicht bestanden, verliert der Isolierglas-Hersteller die Berechtigung, seine Produkte mit dem RAL-Gütezeichen zu kennzeichnen.

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